Blühender Apfelbaum auf einer Wiese

Die Kraft der Stille

Kanyo Tannier schreibt über die Kraft der Stille. Sie meint damit nicht nur die äussere Stille, sondern vor allem die Stille in unserem Innern. Die Autorin lebt als buddhistische Zen-Nonne in einem Kloster im Elsass. Sie bloggt und veröffentlicht Videos über Meditation, Spiritualität und über die Wohltat der Stille. Sie beschreibt Stille als ein Werkzeug des Rückzugs, das es uns ermöglicht im Alltag einen Schritt zurückzutreten und den Augenblick wieder bewusst erleben zu lernen.

Die innere Stille wird spürbar, wenn ich innehalte und durchatme. In diesem Moment habe ich Zeit, meine Gefühle wahrzunehmen, zuzulassen und zu beobachten, was mit ihnen passiert. Still sein bedeutet, ein anderes Tempo in den Alltag zu bringen. Ein Tempo das angemessener ist und uns Zeit lässt, uns selbst wahrzunehmen. Zuerst wahrnehmen und durchatmen, dann handeln.


Yoga ist nicht gleich Yoga

Erleuchtung und Gesundheit, Philosophie und Therapie, klassisch und modern - den einen Yoga gibt es nicht

Der Yoga, den wir heute in modernen Yoga-Studios üben, ist nicht der gleiche Yoga, der in der frühen Geschichte Indiens oder in den mittelalterlichen Gemeinschaften von Hatha Yogins geübt wurde. Yoga, wie wir ihn heute in wöchentlichen Yogastunden praktizieren, besteht zum grossen Teil aus Körperhaltungen und -bewegungen, mit denen das allgemeine Wohlbefinden verbessert und Gesundheit erhalten werden soll.

Vor über tausend Jahren jedoch, zog sich ein Yogi zumindest zeitweise aus der Gemeinschaft zurück, saß in einer ruhigen, mit Kuhdung bestrichenen Hütte in Meditation und strebte - im Rahmen verschiedener Traditionen und mit unterschiedlichen Mitteln - die Überwindung des Ich-Bewusstseins, die Befreiung vom Leiden und die Erleuchtung an.

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Down to Earth

oder „auf der Suche nach dem Boden der Natur“

Wir leben in einer „bodenlosen“ Gesellschaft, bemerkte der Anthropologe Tim Ingold schon vor einiger Zeit und meinte damit unter anderem die geteerten und betonierten Flächen moderner urbaner Umgebungen, die uns und unsere Füße immer weiter vom Boden der Natur entfernen (2004). Öde Flächen nehmen Überhand. Natürliche Strukturen verschwinden.

Dabei ist der Mensch ein natürlicher Läufer. Unsere Füße sind dafür gemacht, über unregelmäßige Oberflächen zu laufen; über Steine und Wiesen, über raue Flächen und unebene Landschaften. Doch wenn wir heute als moderne Menschen über diese Erde laufen, dann spüren wir so gut wie nichts mehr von ihrer tatsächlichen Struktur: keine harte Erdkruste, kein weiches Gras, keinen nassen Schlamm.

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Eingebunden in die Umwelt

Über einen ökologischen Weltsinn des Ayurveda

In der ursprünglichen Vorstellung des Ayurveda ist der Mensch tief in der ökologischen Gemeinschaft seiner Lebenswelt verwurzelt. Ebenso wie Tiere und Pflanzen in Verbindung stehen mit einer speziellen Landschaft und einem besonderen Klima, so steht auch der Mensch in umittelbarer Wechselwirkung mit der Landschaft in der er lebt. Aus dieser Verbundenheit ergibt sich, in der ayurvedischen Medizin, die grundlegende Bedeutung einer gesunden und förderlichen Umwelt für das Wohlbefinden des Menschen.

Dass alle Gemeinschaften des Lebendigen den Lebensbedingungen einer bestimmten Gegend unterworfen sind, ist an sich ist noch nicht bemerkenswert. Doch die Vorstellung des Ayurveda geht noch tiefer. Wie der Anthropologe Francis Zimmermann schreibt, ist die Landschaft das Element, das die Leiblichkeit und die Natur aller Wesen bestimmt, die in ihr leben.

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Offenes Buch mit Bleistift

Books

Gut Genährt - Zwetschgenkuchen

Zwetschgen und Pflaumen gehören neben den Äpfeln zu den ältesten Obstsorten und sind in den verschiedensten Kulturen zuhause.

The End of Sitting

Ein Kunst- und Alltagsprojekt

Kinder ernst nehmen

Es ist wichtig, Kinder ernst zu nehmen und ihnen etwas zuzutrauen. Kinder besitzen Forschergeist und haben Fragen an das Leben, die uns Erwachsenen oft gar nicht mehr einfallen.

Schön und Nachhaltig

Schön & Nachhaltig

Dinge fürs Leben - sorgfältig ausgewählt oder selbst gemacht